Elpical Software feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen.

Der niederländische Softwareentwickler blickt mit Stolz auf die vielen Meilensteine in seiner Geschichte der Entwicklung automatischer Bildoptimierung für die Verlagsbranche zurück.

Im Jahr 1997 verkaufte der weltbekannte Kamerahersteller Victor Hasselblad seine Abteilung für digitale Imaging Software an die neu gegründete Elpical Software. Seitdem hat Elpical ein bemerkenswertes Wachstum und eine bemerkenswerte Entwicklung erlebt.

„Claro wird jetzt täglich bei den weltweit bekanntesten Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen in 59 Ländern eingesetzt.“ Sagt John de Jong, CEO und Inhaber von Elpical Software. „Neben den traditionellen Verlagen wird Claro heute von einer Vielzahl von Kunden genutzt, darunter große Einzelhändler, Fotobuchproduzenten, web2print-Stores und viele mehr.“

Eine reiche und bunte Geschichte

Obwohl die Technologie für Bildbearbeitungssoftware 1997 noch in den Kinderschuhen steckte, konzentrierte sich Elpical auf die Bereitstellung einer Anwendung, die die Belastung durch die manuelle Bildbearbeitung mit Photoshop (Version 4.0 war die damals aktuelle Version) verringern sollte, so dass sich die Bildbearbeiter auf die kreativeren Teile ihres Handwerks konzentrieren konnten.

Spector, der ursprüngliche Name von Claro, wurde exklusiv für das SPARC-System von Sun entwickelt und 1999 erstmals bei der Saarbrücker Zeitung in Deutschland installiert (auch heute noch Kunde). Das Produktionsteam hatte eng mit der Elpical-Entwicklungsgruppe zusammengearbeitet und war sehr daran interessiert, die neueste Technologie zur Ergänzung ihres Bildoptimierung-Workflows zu nutzen.

Bei der weiteren Entwicklung lief Claro auf allen Betriebssystemen (heute nutzt es auch alle Vorteile der Cloud-Technologie) und in den Jahren danach nahmen mit Unterstützung der Technologiepartner von Elpical in Europa und den USA immer mehr Verlage die Technologie von Claro an, was in Bezug auf Qualität und Kosteneinsparungen geliefert wurde.

DRUPA 2008 Ausstellung

„Die DRUPA 2008 in Düsseldorf war der Wendepunkt, an dem ich das Potenzial von Claro für Verlage auf globaler Ebene erkannte“, erinnert sich de Jong gern. Es war so viel los, dass ich nicht einmal Zeit für ein Mittagessen hatte“.

Neben den begeisterten Verlegern, die die DRUPA 2008 besuchten, gab es eine Reihe von Technologieanbietern, die die Chance sahen, Claro in neue Märkte einzuführen.

„Die Messe war ein Katalysator für die Expansion von Claro in Regionen, die wir zuvor nicht in Betracht gezogen hatten. Afrika, Südamerika, Südostasien und Australasien zeigten alle ein wachsendes Interesse an Claro“. erinnert sich De Jong.

Nicht nur Verlage – über den Tellerrand blicken

Mit der Energie von DRUPA wuchs der Kundenstamm stetig, und bedeutende US-amerikanische, britische und europäische Verlagshäuser übernahmen die Claro-Technologie.

Neben den Verlagen erkannte auch der US-amerikanische Technologiepartner Tools4Media Inc. die Chancen von Claro bei zwei der größten Modehändler der USA und implementierte die Software nach umfassenden Tests und einer sorgfältigen Prüfung erfolgreich in deren umfangreiche Marketingaktivitäten. In Europa erkannte A&F Systems ähnliche Möglichkeiten bei Supermarktketten und installierte Claro erfolgreich bei zwei großen Ketten.

Natürlich hat sich die Nutzung von Claro in den letzten Jahren immer weiter ausgedehnt, weg von Claros traditionellem Bereich der Zeitungen und Zeitschriften. Durch die Entwicklung von Internetplattformen sind neue Märkte entstanden, die qualitativ hochwertige Bilder für erfolgreiche Geschäftstransaktionen verlangen. Was heute jedoch ganz anders ist, ist die weitaus größere Anzahl von Bildern, die stündlich oder täglich verarbeitet werden müssen.

Technologie

Die Bilderstellung und -erfassung hat sich in den 25 Jahren seit der Gründung von Elpical im Jahr 1997 dramatisch verändert. Das allererste Foto, das mit einem Fotohandy aufgenommen und verschickt wurde, stammt aus demselben Jahr (Philippe Kahn schickte am 11. Juni 1997 ein Foto seiner neugeborenen Tochter an seine Familie und Freunde https://petapixel.com/2017/06/14/first-camera-phone-photo-shot-20-years-ago/).

Neben der Aufnahme ersten Handyfotos gab es 1997 auch einige wichtige technische Nachrichten:

– Google.com wird als Domain-Name registriert

– Steve Jobs kehrt an die Spitze von Apple Computers zurück

– Netflix wird gegründet

– Der Mars Pathfinder der NASA landet auf der Oberfläche des Mars

– IBMs Deep Blue besiegt Kasparov

– Das Wi-Fi-Routing-Protokoll 802.11 wird entwickelt

– Microsofts Internet Explorer 4 wird veröffentlicht

– HTML 4.0 wird veröffentlicht

– Der erste E-Reader wird entwickelt, das Rocketbook. – MP3-Player wurde eingeführt

In der Zwischenzeit haben wir unglaubliche Sprünge in der Technologie und bei den Kamerafunktionen (des Handys) erlebt, die die Spitzenfotografie in die Hände von Nutzern gelegt haben, die weit vom traditionellen Fotografen entfernt sind und nur über ein begrenztes Wissen im Bereich der Fotografie verfügen.

Diese Technologie stellt die Redakteure vor einen Kompromiss in Bezug auf Qualität und Relevanz – überwiegt die Unmittelbarkeit des Bildes den Mangel bzw. die Verringerung der Qualität, die eine Handykamera bietet? Dies ist natürlich kein neues Problem, aber das Verständnis für die Probleme der Bildqualität, die mit Handykameras einhergehen, ist der Schlüssel für die anhaltende Relevanz von Claro in einem Nachrichtenverlagsumfeld.

Die Auseinandersetzung mit dieser Art von Problemen, die sich ständig weiterentwickeln, steht im Mittelpunkt des Entwicklungsteams von Claro. Neben dem Bestreben, die bestmöglichen Bilder zu erzeugen, liegt der Fokus stets auf neuen Technologien und den damit verbundenen Problemen für die Kunden von Elpical. In jüngster Zeit haben wir dies an Adobes Unterstützung für das Webp-Dateiformat in Photoshop gesehen. Ein hervorragendes, aber wenig genutztes Bildformat, das es seit über 10 Jahren gibt, wird nun als Ausgabeoption von Photoshop angeboten, was zu einem enormen Anstieg der Zahl der erstellten .webp-Dateien führt. Claro wird derzeit aktualisiert, um diese und andere „neue“ Bildformate verarbeiten zu können.

Künstliche Intelligenz erweitert die Rolle der Bildoptimierung

Zusätzlich zu den Fortschritten bei der Bilderfassung gab es in den letzten 3 bis 5 Jahren eine explosionsartige Entwicklung, Genauigkeit und Verwendung von künstlicher Intelligenz, um dem Bild Intelligenz zu verleihen. Computer Vision, wie das Fachgebiet genannt wird, kann nun ein solides Verständnis des Fotomotivs liefern und das Bild mit geeigneten Schlüsselwörtern versehen, was eine ganze Reihe von Nutzungsmöglichkeiten eröffnet. Durch die Generierung von GPS-Koordinaten auf der Grundlage von Orientierungspunkten, die Erstellung von Berichten über die Verwendung von Logos und die Identifizierung von Objekten wird das Potenzial für die Bildoptimierung immer größer.

Eine besonders interessante Anwendung von KI ist die hochpräzise, automatische Entfernung von Bildhintergründen. Früher konnte dieser manuelle Prozess viele Stunden eines Photoshop-Mitarbeiters in Anspruch nehmen. Mit den Fortschritten in der KI reduziert Claro diese Aufgabe auf nur wenige Sekunden und ermöglicht es dem PS-Team, sich auf die subjektive Seite der Bildbearbeitung zu konzentrieren. In Rückmeldungen an Elpical haben mehrere Zeitungs- und Zeitschriftenverlage von einer Erfolgsquote von ~90 % beim Freistellen berichtet.

Die nächsten 25 Jahre

Auch nach einem Vierteljahrhundert ist die Leidenschaft für die Entwicklung von Claro ungebrochen, damit die Fotos so gut wie möglich aussehen.

Es geht jedoch nicht nur um die Entwicklung, sondern auch um die Vision, ständig neue Bildbearbeitungstechnologien zu prüfen, die die Kernprozesse von Claro ergänzen und dem gesamten Spektrum der Elpical-Kunden über eine einzige Anwendung bemerkenswerte Funktionen bieten können.

Während sich Claro schon immer gut in Redaktions-, Content-Management- und Digital-Asset-Management-Systeme integrieren ließ, wird der heutige Fokus auf cloudbasierte Abläufe ebenfalls gut unterstützt. Es gibt einige außergewöhnliche Anwendungsfälle, in denen Claro über geografisch unterschiedliche Rechenzentren hinweg für multinationale Organisationen eingesetzt wird.

Dies alles hilft Claro, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, nämlich Unternehmen mit intelligenter und leistungsstarker Bildoptimierung zu unterstützen.

de Jong fährt fort: „Dies sind sehr aufregende Zeiten. Wir haben enorme Fortschritte bei der Genauigkeit von KI sowie einige sehr interessante erste Versuche zur Lösung von Problemen gesehen, die Bildredakteure und Markeninhaber seit Jahrzehnten geplagt haben. Wer hätte sich vor 25 Jahren vorstellen können, dass Claro einmal modernste künstliche Intelligenz für so viele verschiedene Kunden rund um den Globus entwickeln und nutzen würde.“

Abschließend sagt de Jong: „Es war wirklich eine erstaunliche Reise bis zu diesem Punkt, und ich bin all unseren Kunden, Technologiepartnern und dem Elpical-Team so dankbar, dass sie eine so wichtige Rolle bei all dem gespielt haben. Auf die nächsten 25 Jahre…“

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